Monschau. Rund drei Sekunden reichen normalerweise , um einen Hit von «Abba» zu erkennen. Der hohe Wiederkennungswert der legendären und seit fast 30 Jahren getrennten schwedischen Popgruppe führt dazu, dass ihre Musik auch Jahrzehnte später noch ebenso frisch wie mitreißend klingt. In den Genuss der größten Abba-Hits kamen am Mittwochabend auch rund 1100 Besucher auf der Burg Monschau. Im streng klassisch orientierten Programm der Festspiele 2010 bot die ABBA Tribute Show eine willkommen Abwechslung, und der hohe Publikumszuspruch zeigt, dass auch die leichte Muse auf Widerhall stößt.
Das Quartett hat sich zum Ziel gesetzt, den Mythos der Supergruppe am Leben zu erhalten, nachdem alle Versuche, das Original wieder zu vereinigen, bekanntlich scheiterten. In Kunstnebel war die Burgbühne gehüllt, als mit dem Eurovisions-Siegertitel aus dem Jahre 1974 «Waterloo» die schwungvolle Show startete. Unterstützt von einigen ansehnlichen «Dancing Queens». Moderator Robert Esser, der souverän und galant durchs Programm führte, stimmte die Gäste auf die «Wild Seventies» ein, und riet dem Publikum es ganz locker angehen zu lassen: «Rasten Sie doch einfach mal spontan aus!»

Aachener Zeitung